Von Ilse Heindrich
TANZFEST Bürgerhaus in Holzhausen kann den Andrang kaum fassen
Zum zweiten Mal veranstaltete der Hohensteiner Tanzkreis in Zusammenarbeit mit dem Jugend- und Seniorenreferat der Gemeinde ein Mitmachtanzfest, zu dem alle Seniorentanzgruppen der Region herzlich eingeladen waren. Und sie kamen zahlreich - der große Saal des Dorfgemeinschaftshauses in Holzhausen reichte kaum aus.
Teils im Bus angereist waren Tanzbegeisterte nicht nur aus den Städten und Gemeinden im Untertaunus, sondern sogar über die Landesgrenze hinweg aus Hahnstätten und Diez. Sie alle wollten „tanzen, tanzen, tanzen - am laufenden Band“, wie das Motto der Veranstaltung verhieß.
Über die zahlreiche Beteiligung, die den Erfolg der aus dem Stand gelungenen Premiere vor einem Jahr deutlich übertraf, freuten sich nicht zuletzt Renate Menz als Leiterin des Hohensteiner Tanzkreises, Seniorenreferentin Beate Heiler-Thomas und auch die erste Beigeordnete Helga Becker. Herzlicher Dank galt dem TGSV Holzhausen, der die Teilnehmer hervorragend bewirtete und so entscheidend zur festlichen Atmosphäre beitrug.
Tatsächlich wurde am laufenden Band getanzt, und das drei Stunden lang mit großer Konzentration und sichtbarer Freude. Freude auch darüber, sich einmal in einer großen Runde von über 100 Gleichgesinnten im Rhythmus bewegen und dabei noch Kontakte schließen zu können.
Unter wechselnder Ansage wurden die jeweiligen Schritte und Figuren kurz eingeübt und dann mit erstaunlicher Leichtigkeit getanzt. Und dabei wurde bisweilen sogar gesungen, zum Beispiel „Bruder Jakob“ als vierstimmiger Kanon in vier umeinander gebildeten Kreisen. Dass die zusammen gewürfelten Gruppen so rasch harmonierten, ist zu einem großen Teil dem Bundesverband Seniorentanz zu verdanken, dem die Hohensteiner seit Anfang des Jahres angehören. Über ihn wird Seniorentanz seit gut 30 Jahren nach einheitlichen Regeln bundesweit vermittelt, so dass die empfohlenen Tänze in den meisten Gruppen schon einmal ausprobiert wurden. Trotzdem muss man sich immer wieder besinnen und aufpassen, und die herzlich willkommenen „Schnupperer“, die sich mutig aufs Parkett wagten, hatten es höllisch schwer. Dabei merkten sie schnell, dass Seniorentanz keine Spielerei ist, sondern anstrengendes und dabei doch lustvolles Training für Körper und Gehirn. Die oft verkannten Sitztänze machten dabei keine Ausnahme.
Zwanzig Tänze standen auf dem Programm, vom Walzer über Polka, Squaredance, internationale Volkstänze, Boogie, Rock’n’Roll, Uraltes und Top-Modernes in Reihen, Kreisen, sich wandelnden Formationen.
Zwischendrin unermüdlich Anweisungen wie „Pendel, Pendel, Paarkreis, rechte Handtour, linke Handtour, Do-Sa-Do...! Einmal auch ein Zwischenruf: „Hallo, lassen Sie da den Herrn bitte los!“, was sicher nicht der Eifersucht entsprang, sondern eher der Tatsache, dass sich unter rund 100 Tänzerinnen kaum eine Handvoll Männer bewegten und es deshalb gleich auffiel, wenn ein Partnerwechsel nicht auf Kommando gelang. Am Ende war man geschafft und zufrieden und sicher schon gespannt auf das Tanzfest im nächsten Jahr.