Rhythmisches Gehirnjogging

Tanzen verbessert sensorische, motorische und kognitive Fähigkeiten älterer Menschen

diese Studie der Ruhr-Universität  wurde in der Apotheken-Umschau veröffentlicht.  Ausgabe 03/2010

Lesen Sie diese Studie hier im Wortlaut.

 

Bericht im Wiesbadener Tagblatt   vom 14.4.2010
über das Tanzfest in Steckenroth 
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Wiesbadener Tagblatt
berichtet am 17. Februar 2012

Gisela Diefenbach begleitet mit Akkordeon die Schunkeleinlage der „selbstgemachten“ Hohensteiner Seniorenfastnacht in Holzhausen über Aar

Hohenstein: Alte Wilde erobern die Bütt’

17.02.2012 - HOHENSTEIN

Von Thorsten Stötzer

Der Dreispitz auf dem Kopf der Ersten Beigeordneten deutet bereits darauf hin, dass kein gewöhnliches Grußwort zu erwarten ist. Helga Becker reimt: „Zum ersten Mal an diesem Tag - ein selbstgemachter Fastnachtsnachmittag.“ Erstmals feiern die Hohensteiner Senioren nämlich in einer gemeindeweiten Veranstaltung die närrische Zeit, und die jecken Stars kommen alle aus ihren Reihen.

„Ich wünsche, dass es euch gefalle, und das es kocht in dieser Halle“, schickt Becker noch hinterher. Die Halle, das ist das Dorfgemeinschaftshaus in Holzhausen über Aar, und auf dessen Bühne übernimmt Marion Duda die Moderation. Sie ist eine Fastnachterin mit „Migrationshintergrund“, da sie bei den „Närrischen Quatschköpp“ in Aarbergen aktiv ist, aber zum Tanzen nach Hohenstein kommt, erklärt Beate Heiler-Thomas, die Jugend- und Seniorenreferentin der Gemeinde. Aus den Anfangsbuchstaben ihrer Stellenbezeichnung ergibt sich übrigens der Spitzname „Juse“, der ihr gelbes Kostüm schmückt.

Duda hat keine tanzenden Kinder und keine Musiker oder Büttenredner von sonst woher anzukündigen. Es gibt keine vorgefertigten Programmpunkte, die Senioren sorgen selbst für ihre Unterhaltung. „Mitmach-Nachmittage hatten wir schon öfter. Da haben wir uns gesagt: Warum nicht mal eine Fastnachtsveranstaltung selbst machen“, erzählt Heiler-Thomas. Letztlich stamme die Idee von Renate Menz, der Leiterin des Seniorentanzkreises.

Die älteren Mitbürger sollen aktiv teilhaben am Geschehen und nicht bloß konsumieren und sich versorgen lassen. Das Konzept ist so erfolgreich, dass umfangreiche Darbietungen zustande kommen, nachdem zunächst nur vier Beiträge auf dem Zettel standen. „Es waren erst ganz wenige, doch dann ist das Programm voll geworden“, schildert Duda. Mancher bringt Karnevalserfahrung aus früheren Tagen mit.

Es wird zu Akkordeon-Musik von Gisela Diefenbach geschunkelt und Büttenreden gelauscht. Eine Masseuse will „statt Speck das Zwerchfell massieren“, manchmal geht es heiter-anzüglich zu. Ein Witz über einen nackten Taxi-Fahrgast oder Wortspiele um Schlipse und Slips oder Tango und Tanga sind bei solchen Gelegenheiten zu hören. Bunt kostümiert tritt die Hohensteiner Seniorentanzgruppe zum Radetzky-Marsch und mit einer Hommage für Charlie Chaplin auf.

Das Elferratspodium von den Kappensitzungen des TGSV Holzhausen steht noch als Kulisse parat. Dessen Mitglieder haben dazu die Bewirtung übernommen, denn das Seniorenforum als offizieller Gastgeber kooperiert gerne mit den örtlichen Vereinen. Rund 80 Besucher stellen ihre Gläser auf den Tischen zwischen Luftschlangen ab. Viele haben sich verkleidet, einer bekennt sich auf dem T-Shirt als „Alter Wilder“.

 

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